By Gerald Hartung

Eduard Zeller (1814-1908), einer der groen wirkungsmachtigen Gelehrten des 19. Jahrhunderts, hat seine Zeit als Theologe, Religions- und Kirchenhistoriker, Philosoph, Philosophie- und Kulturhistoriker der Antike ebenso wie als Wissenschaftspolitiker und Organisator groer Akademieprojekte gepragt. Die Beitrage in diesem Band zeigen die Bedeutung dieses Gelehrten, dessen Werk auerst vielschichtig ist und dessen Wirkung sich in wissenschaftsgeschichtlichen Diskursen bis ins 20. Jahrhundert nachzeichnen lasst.

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J. Grece vorgenommenen Textbegrenzung verborgen bleiben. Demnach steht so viel fest, dass Darwin eine Hypothese als Aristotelische Lehrmeinung präsentiert, die Aristoteles in Wahrheit nur vorführt, um sie zu bekämpfen. 45 Man hat deshalb vermutet, dass Darwin den Text von Physik II, 8 nur aus der Mitteilung von C. J. 47 Wie aber hätte Darwin reagiert, wenn man ihm den originalen Kontext der Aristoteles-Stelle vorgelegt hätte? Um die Beantwortbarkeit dieser Frage steht es besser als es zunächst scheint; denn sechzehn Jahre nach der Erstveröffentlichung seiner Aristotelischen Fußnote wurde Darwin in der Tat mit einer Übersetzung der seinerzeit von ihm zitierten Physik-Stelle in ihrem originalen Zusammenhang konfrontiert.

23 Das empirische Modell für diese ganzheitlichen Erdgeborenen sind die Pflanzen, die auch heute noch aus der Erde wachsen und beide Geschlechter in sich vereinen: Empedokles sagt, von den Lebewesen seien zuerst die Bäume aus der Erde entsprossen, noch bevor die Sonne sich ringsum ausgebreitet hatte und noch bevor es den Unterschied zwischen Tag und Nacht gab. kk¶kym), d. h. in der Weise, daß jedes Lebewesen bzw. der Keim dazu aus einem anderen Exemplar der gleichen Art herauskommt: Säugetierweibchen gebären Junge, Vögel legen Eier, Bäume bringen Früchte hervor.

Tom sulba¸mei. 4 Da tritt die Frage auf: Warum soll es denn undenkbar sein, dass die Natur ohne alle Finalität und Rücksicht auf das Bessere arbeite, sondern vielmehr so, wie Zeus es regnen lasse, nicht um das Getreide wachsen zu lassen, sondern aus Notwendigkeit – denn die aufgestiegene Luft müsse abkühlen und die abgekühlte Luft müsse, zu Wasser geworden, herunterfallen; sei es aber dazu gekommen, so sei das Wachsen des Getreides bloß eine Nebenfolge –, Vgl. Zeller (1879), 117: „Aristoteles wirft in seiner Physik II, 8 die Frage auf, ob die Natur nach Zwecken, um des Besten willen, wirke, oder nur vermöge einer blinden Nothwendigkeit; so dass es sich schliesslich mit allem so verhielte, wie mit dem Regen, der zwar das Wachsen des Getreides zur Folge habe, aber nicht um des Getreides willen, sondern lediglich desshalb eintrete, weil die aufsteigenden Dünste in der Höhe sich abkühlen und dann als Wasser niederschlagen“.

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